Letzte Woche war es, als die EU von Microsoft ein bischen Geld und paar Auflagen wollte. Da seit Jahre alle möglichen Firmen, US-Bundesstaaten, Ländern, usw. klagen, beschäft man bei den
Micro-Software-Organismen nicht nur Gärtner, sondern bis zu 600 Anwälte, so dass man fast schon von Microsoft & Partner sprechen kann. 
Mitlerweile klagt der microsoftsche Konzern gegen das Urteil und bringt die selben Argumente an, wie unser Kanzler: Innovation, Technik, blah. In Redmon argumentiert man nämlich gegen die ganzen Vorwürfe damit, dass ein heutiges Auto nicht das wäre, wenn man früher den Herstellern den Einbau des Radios verboten hätte. Nur, dass man sich schon zu Windows 95 Zeiten beim Autohersteller GM darüber lustig gemacht hat, wie wohl ein Auto funktionieren würde, wenn Microsoft die Entwicklung übernehmen hätte (siehe Google:microsoft+gm+car).
Ganz besonders kann man am Internet Explorer den Innovations-Technik-Blah Gedanken erkennen:
Eine nächste eigentständige Version wird es nicht mehr geben, denn die innovative Technik wird komplett in das Windowssystem integriert werden, so als könnte man sein defektes Autoradio nicht mehr austauschen.
Im übrigen verklagte AOL auch irgendwann einmal Microsoft, jedoch einigte man sich mit Microsoft & Partner, so dass Microsoft noch keine wirkliche Niederlage einstecken mußte und so wächst die Liste der ehemaligen Konkurenzprodukte mit jeder neuen Windowsversion. Für die kommende Windows Version (Longhorn) spricht man schon von einem innovativ und fortschrittlich integrierten Anti-Viren-Scanner, so dass man wohl davon ausgehen kann, dass die noch heute existierenden Hersteller nach einer Veröffentlichung anfangen werden zu klagen und irgendwann doch auf dieser Liste landen werden.
Des weiteren wird vermutet, dass Longhorn die Internetsuche sogar fest in der Taskleite eingebaut haben wird. Dabei wird einem Anwalt sicher die Idee kommen, dass die Suche (der Innovation wegen) nur mit der microsoftschen Suchmaschine MSN funktionieren könne, da möglicherweise die personalisierten Informationen zu keinem vernüftigen Ergebnis bei anderen Suchmaschinen führen wird. Die dafür notwendige Offenlegung der Schnittstelle wird zwar ein Gericht fünf Jahre später fordern, aber die Innovationsliste wird bis dahin ein Stück weiter gewachsen sein.
Deshalb hilft nur eines: Boycott Microsoft Search
Die einfachste Möglichkeit ist es, einen Eintrag in der robots.txt Datei zu setzen:
User-agent: MSNBOT
Disallow: /
Siehe auch idlwords.com
Posted by Lars at 01.04.04 22:03 | TrackBack