Die Creative Commons NC Problematik
Im
Open Source Jahrbuch 2006
(Seite 271ff.,
Freiheit mit Fallstricken: Creative-Commons-NC-Lizenzen und ihre Folgen
) schreibt
Erik Möller
über die Problematik der
CC-NC
Lizenz, die keine kommerzielle Nutzung des Inhalts vorsieht. Er zeigt in seinem Artikel die Konsequenzen der
CC-NC
, deren aber niemandem so richtig bewusst ist. Insbesondere wenn man sich die Statistik der verwendeten Lizenzen betrachtet, bei der über 66% einen NC Anteil haben:
CC License Statistics
Hauptkritikpunkt ist, dass Werke (z.B. Texte, Bilder und Quellcode) nicht für kommerzielle Zwecke verwendet werden dürfen. Dies mag wohl der eigentliche Beweggrund für diese Lizenzwahl sein. Wer möchte schon seinen Text auf einer durch AdSense
verseuchten Seite sehen? Jedoch durch den Ausschluss der kommerziellen Nutzung/Ausbeutung, verschließt man sich auch gegen die Weiterverwertung durch freie Werke. So erlauben
Wikipedia
und das
Debian
Projekt keine Inhalte, die aus NC-Lizenzen stammen.
Texte und Bilder bei Wikipedia stehen unter der
FDL
, die eine kommerzielle Nutzung erlaubt, solange das davon abgeleitete Werk unter einer gleichen Lizenz steht. Ein NC-lizensiertes Werk kann somit nicht in Wikipedia aufgenommen werden, da es möglicherweise als CD, Buch oder Artikel kommerziell - illegal - weiterleben würde.
Genauso ist es mit dem unter
GPL
stehendem Linux
, das in kommerziellen Produkten (immer mehr) zum Einsatz kommt, jedoch nur wenn der Quellcode mit möglichen Änderungen zur Verfügung steht. Das Debian Projekt erlaubt keine Lizenz, die sich mit der GPL nicht verträgt, und die CC-NC verträgt sich nicht.
FDL
und
GPL
haben das Ziel die Werke frei zu halten. Dies kann nur dadurch erreicht werden, wenn es keine Einschränkung gibt und gleichzeitig jedes abgeleitete Werk unter einer freien Lizenz fortgeführt wird. Im Falle der
Creative Commons
gibt es hierfür die
CC-BY-SA
Lizenz: Namen des Autors/Rechtsinhabers muss genannt werden und neu entstandene Inhalte dürfen nur unter Verwendung identischer Lizenzbedingungen weitergeben werden.
Wer sich entschließt sein Werk unter einer
Creative Commons Lizenz
zu veröffentlichen, der entschließt sich auch sein Werk kostenlos zur Verfügung zu stellen. Warum dann nicht uneingeschränkt? Sicher vor der kapitalistischen Ausbeutung ist es vielleicht unter dem Kopfkissen, neben dem Sparstrumpf :)
... und jedes Werk, das meine Kreativität zu nutze macht, ist ein freies Werk, das ich und jeder andere lesen, betrachten, (hören), wieder verwenden oder darauf aufbauen kann.
Bastle dir dein Handy-Video
Sowohl bei der Installation von
ffmpeg
unter
Ubuntu
, als auch im ffmpeg Sourcecode, wird eine Version ohne 3gp
Unterstützung installiert, da die Lizenz für den 3gp Code unklar ist (siehe
amr.c
). (Bei
Gentoo Linux
hat ein +amr gereicht.)
Eine Bastelanleitung (
enable mp3 and amr support in ffmpeg - Ubuntu
), bei der auch ein Patch mitgeliefert wird, hat leider nicht funktioniert, jedoch zeigt die Anleitung wie sich ein deb-Paket für ffmpeg bauen lässt.
Also habe ich eine zweite Anleitung (
Convert Video to 3GPP
) ausprobiert, bei der man den 3gp Sourcecode von
3gpp.org
runterlädt. Anders als in der Anleitung beschrieben, stimmt der Pfad bzw. die URL, die in
amr.c
angegeben wird.
Mit dieser Anleitung hat es funktioniert. Zudem hat sie noch ein Beispiel, das zeigt, wie man die schwarzen Ränder entfernen kann - außer man möchte Kino-Feeling auf seinem Handy.
... und nun steht nichts mehr im Weg, das neuste Monrose Video von YouTube (siehe
YouTube zu mpg
) auf seinem Handy zu bringen und es auf dem Schulhof vorzuführen :)
Arschgeweih
Nachdem der PägeRänk nicht mehr so toll für mein 2004er Arschgeweih ist:
... und ich frage mich immer wieder, ob jemandIN das wirklich tätowiert hat? Falls jemandIN das hier unter der Creative Commons Linzenz veröffentlicht sehen will, einfach eine Foto an 'arschgeweih ät beidfarbig pünkt de' schicken :)
Von Gentoo zu Ubuntu
Vor drei Wochen bin ich von
Gentoo Linux
zu
Ubuntu
umgestiegen. Der Grund hierfür ist etwas länger:
Begonnen hat es damit, dass ich ca. 6 Wochen Gentoo nicht upgedatet hatte - es war warm - und zwischenzeitlichen wurde die
GCC
Version gewechselt. Deshalb warteten alleine für ein emerge system 137 Pakete auf ihre Compilierung.
Durch einen etwas instabilen Rechner - dazu komme ich gleich/später - war das Dateisystem etwas korrupt und kaputt. Dies merkte ich aber erst als das 112te von den 137 Paketen durchcompiliert werden wollte.
Nach ein paar print-Ausgaben in der /usr/lib/portage/pym/portage.py Datei wusste ich, dass das man3-Verzeichnis kaputt war und bei jedem Zugriff ein sementation fault auslöste.
Also, Dateisystem fixen und weiter ging es. Diesmal bis Paket Nummer 113, denn dann wollte der Rechner nicht mehr und entschloss sich neu zu starteten.
Kein Grund in irgend welche Weinausbrüche gegen die Wand zu rennen, da der Rechner schon immer irgend eine Macke hatte, die sich auch nicht durch einen externen Lüfter beheben lässt:
Damit hängte ich Gentoo an den Nagel, denn neben den 137 Pakten war da noch ca. 1 GByte Quellcode aus emerge world, der compiliert werden wollte.
Also habe ich eine Partion freigeräumt und dort Ubuntu installiert bzw. angefangen zu installieren. Die Installation vermeldete mir nämlich, dass die Swap-Partition auch kaputt sei. Also wurde sie neu formatiert und Ubuntu fertig installiert. Ubuntu lieft, Firefox auch, aber nur solange, bis die üblichen Abstürze kamen, die ich bereits kannte.
War es die Temperatur, die Festplatte, eine kaputte Partion oder ein Speicherriegel, oder passten die Speicherriegel nicht zum Board? Zwei bis dreihundert Euro hätten mir neue Hardware eingebracht und vielleicht eine Antwort geben können.
Jedoch bin ich erst einmal die BIOS-Einstellungen durch und habe dann den CPU-Takt von 2100 auf 1750 runter gesetzt, so dass der RAM anstelle mit 400 nur noch mit 333 getaktet wird und es auch kein 3000er AMD mehr ist.
Da es nun etwas langsamer geht, hat es über eine Woche gedauert bis das erste Programm nicht mehr leben wollte - soll ja vorkommen.
... und Gentoo macht jetzt auch keine Sinn mehr, denn außer prozessor-optimierte Programme zu kompilieren soll der Rechner auch noch ein Leben haben.
Guy Steele at se-radio
Das
Software Engineering Radio
hat mit
Episode 36: Interview Guy Steele
ein Interview mit
Guy Steele
, bei dem es um
Fortress
geht, einer neuen high-performance Programmiersprache für parallele Verarbeitung, die jedoch noch nicht veröffentlich ist.
Guy Steele
ist auch Koautor (co-author) von
Scheme
.